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27. Juli 2016

Förderer:


Das Berufswahl-SIEGEL

Was SIEGEL-Schulen auszeichnet

1. Kooperation: SIEGEL-Schulen verfügen über ein Netzwerk, in dem sie gemeinsam mit Unternehmen, Institutionen, Bildungsträgern und Eltern gute Berufs- und Studienorientierung umsetzen.

2. Praxis: Die Schülerinnen und Schüler an SIEGEL-Schulen haben betriebliche Abläufe schon lange vor Berufsstart erlebt – durch Praktika, Betriebserkundungen und Schülerprojekte.

3. Querschnittsthema: Berufsorientierung ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts der Schule.

4. Entwicklung: Eine SIEGEL-Schule handelt nachhaltig: Sie überprüft regelmäßig den Erfolg ihrer Berufsorientierungsaktivitäten und entwickelt sich kontinuierlich weiter.

5. Ausrichtung: An SIEGEL-Schulen ist die Berufsorientierung selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts. Dabei werden Kenntnisse über Wirtschaft, Arbeit und Beruf vermittelt.

 Hier finden Sie den SIEGEL-Flyer zum Downloaden als PDF

Ablauf

Die Schule bewirbt sich für das SIEGEL über die Ausschreibung in ihrer Region.  Anhand eines Fragenkatalogs erfasst sie ihre Berufswahl-Aktivitäten.  Bei positiver Begutachtung besucht eine Jury die Schule, um sich vor Ort über die praktische Umsetzung zu informieren. Ist diese überzeugend, wird der Schule das Berufswahl-SIEGEL verliehen. Erfüllt eine Schule die Anforderungen noch nicht, erhält sie ein ausführliches Feedback und somit gute Ansatzpunkte, um sich weiter zu verbessern.

Qualitätssicherung

Das Berufswahl-SIEGEL ist ein langfristig angelegter Prozess zur Qualitätssicherung. Die Kriterien sind an europäisch anerkannte Standards im Qualitätsmanagement angelehnt und  werden an die regionalen Gegebenheiten angepasst. Alle zwei bis vier Jahre muss eine Schule sich erneut der Evaluierung stellen, um das SIEGEL weiterführen zu können.

Entstehung

Das SIEGEL gibt es seit dem Jahr 2000. Es ist entstanden aus einer Idee der Initiative für Beschäftigung im Regionalnetzwerk Ostwestfalen-Lippe. Ziel war es, ein Projekt zum Thema Übergang Schule-Beruf zu entwickeln, das einen Beitrag zur Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeit leistet. Zugrunde lag die Idee, alle Elemente der Berufs- und Studienorientierung in der Schule zu evaluieren und die besten Schulen zu prämieren. 

Nach mehreren erfolgreichen Bewerbungsrunden in Ostwestfalen-Lippe fanden sich weitere interessierte Städte und Regionen, die das Modell übernehmen wollten, auch über Nordrhein-Westfalen hinaus (wie Hannover, Niedersachsen in 2002). Schließlich übernahmen ganze Bundesländer (wie Thüringen in 2005) oder auch Stadtstaaten (wie Bremen in 2004) das SIEGEL-Projekt für ihre Region.

Die Bertelsmann Stiftung verfolgte dann ab Mitte 2004 das Ziel, mit den interessierten Regionen ein Netzwerk zu bilden, das das SIEGEL-Projekt als Modell für eine kriteriengestützte Qualitätsentwicklung in Schulen weiter verbreitet und das auch Standards setzt, die für ein Funktionieren des Projektes wesentlich sind. Das „Netzwerk Berufswahl-SIEGEL“ war geboren.

Im Jahre 2010 hat die Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT die Trägerschaft und bundesweite Koordination des „Netzwerk Berufswahl-SIEGELs“ übernommen.